25. November 2014

[Rezension] Gefrorenes Herz



Titel: Gefrorenes Herz
Autor: Mirjam H. Hüberli
Verlag: Impress
Genre: Jugendthriller
Seiten: 354

Format: ebook
Preis: 3,99 €
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Sich auf dünnem Eis bewegen, davon könnte die siebzehnjährige Aurelia ein Lied singen. Denn seit ihre Zwillingsschwester Natascha verschwunden ist, scheint sie niemandem mehr trauen zu können. Nicht ihren Freunden, nicht ihren Lehrern, nicht einmal mehr sich selbst.

Nur ihre tägliche Eiskunstlaufroutine hält sie buchstäblich über Wasser, dem gefrorenen unter ihren Schlittschuhen wie auch in ihrem Herzen. Und dann ist da noch Sevan, der Neue an ihrer Schule, der sich ausgerechnet an ihre Fersen heftet, wo doch alle Mädchen nach ihm schmachten. Mit ihm zusammen kommt sie der Auflösung des Geheimnisses um Natascha sehr viel näher.

Aber irgendjemand ist ihnen immer einen Schritt voraus…

Schon gleich zu Beginn war ich ein wenig überrascht, weil Natascha schon weg ist. Auf der einen Seite ist das ein ziemlich spannender Einstieg, auf der anderen Seite lernt der Leser Natascha so natürlich gar nicht erst kennen.
Dafür wird Aurelia durch ihre tiefe Trauer und Verzweiflung umso greifbarer. Ich konnte mich super in ihre Lage reinversetzen und sie hatte sofort mein ganzes Mitgefühl.

Aurelias Gefühle waren für mich teilweise zu verwirrend und unreif sobald Sevan auftaucht. Da waren mir zu viele wiedersprüchliche Empfindungen. Sie fühlt sich zu ihm hingezogen, sie möchte eigentlich nicht mit ihm reden, sie ist eifersüchti wenn Sevan mit einem anderen Mädchen redet. Aber am seltsamsten finde ich, dass die Suche nach Natascha sofort vergessen ist, wenn Sevan die Bühne betritt. Aber Sevan ist da auch nicht besser. Ihn konnte ich noch viel weniger einschätzen. Mir hätte ein bisschen weniger Drama besser gefallen. Zwischen den beiden hätte sich eine kleine, feine, zunächst freundschaftliche Beziehung aufbauen müssen.

Ich kann jetzt nicht über einen großen Störfaktor schreiben, ohne zu spoilern. Ich versuche es trotzdem, aber entschuldigt meine schwammige Aussagen. In gewissen Situationen sind Aurelias Gefühle nicht nachvollziehbar und unmöglich. Da gibt es die Stelle, an der Aurelia wegen einer Kleinigkeit richtig sauer auf Natascha wird - auf ihre Zwillingsschwester die nicht mehr da ist! Das Verhalten fand ich wirklich sehr unreif.

Trotz allem ist "Gefrorenes Herz" ein spannender Jugendthriller. Mich hat das Ende nicht so sehr überrascht, aber gerade das letzte Kapitel ist mir ein wenig unter die Haut gegangen. Die Täterin/Der Täter schreibt dort Briefe an Aurelia und die waren schon sehr psychotisch, aber gut, weil spannend. Ich glaube, das war mein Highlight aus dem ganzen Buch.

Spannend war das Buch eigentlich schon und teilweise auch ein wenig überraschend. Nur schade, dass ich mit Aurelia nicht viel anfangen konnte. Sie war mir oft zu kindisch und ihre Gedanken waren verwirrend und oft auch einfach unpassend.


23. November 2014

[Rezension] Morgentau. Die Auserwählte der Jahreszeiten



Titel: Morgentau. Die Auserwählte der Jahreszeiten
Autor: Jennifer Wolf
Verlag: Impress
Genre: Fantasy
Seiten: 255

Format: ebook
Preis: 3,99 €
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Die Erde liegt unter einer dicken Schneedecke, Eis und Kälte herrschen überall. Nur noch ein kleiner Landfleck ist bewohnbar, wo die Erdgöttin Gaia die letzten ahnungslosen Menschen angesiedelt hat.

Hier lebt auch Maya Jasmine Morgentau, eine der göttlichen Hüterinnen. Alle hundert Jahre wird unter ihnen eine Auserwählte dazu bestimmt, das Gleichgewicht der Natur aufrechtzuerhalten. Sie darf die vier besonderen Söhne der Gaia kennenlernen, den Frühling, den Sommer, den Herbst und den Winter. Für einen muss sie sich entscheiden und sich ein Jahrhundert an ihn binden. Doch jeder der Söhne hat seine Stärken und Schwächen.

Sollte Maya die Auserwählte werden, für wen würde sie ihr Leben hergeben?

Zu den Covern aus dem Impress Verlag, sage ich nichts mehr. Die sind einfach alle schöööön. Das ebook habe ich mir gekauft, weil mich der Inhalt so neugierig gemacht hat. Mir kam es so vor, als wenn "Morgentau" mal eine ganz neue Geschichte sei - eine Geschichte, die man halt noch nicht 100 mal so, oder so ähnlich, gelesen hatte.

Die Idee, dass die Jahreszeiten in Form von vier jungen Männern dargestellt werden, hat mir richtig gut gefallen. Und das Jennifer Wolf sehr darauf geachtet hat, dass das Wesen jedes Mannes auf die Jahreszeit abgestimmt ist, macht alles zu einer runden Sache. Wäre der Sommer sehr mürrisch, hätte ich so meine Schwierigkeiten gehabt, die Jungs auseinanderzuhalten.

Die Hüterin Maya, die die Qual der Wahl hat, fand ich ja fast ein wenig brav, aber trotzdem war sie mir durchaus sympathisch. Ein- oder zweimal hatte ich das Gefühl, dass sie ein wenig nah am Wasser gebaut hat, aber das war jetzt kein großer Störfaktor.

Die Geschichte ist bis zu einem gewissen Punkt ganz nett und unterhaltsam, aber irgendwie passierte nicht viel. Maya lernt die Jahreszeiten kennen und jeder merkt ziemlich schnell, zu wem sie sich hingezogen fühlt. Ich glaube ja, dass das der Plan von Jennifer Wolf war. Man denkt das Ende schon zu kennen und dann haut sie da noch eine Überraschung nach der anderen raus. Und gerade das Ende ist sehr unkonventionell, aber auch gut.

Wenn ich es richtig gelesen habe, soll es im nächsten Jahr einen zweiten Teil geben. Ich gehe davon aus, dass Maya und ihre Jahreszeit (ich verrate nichts) dann keine große Rolle mehr spielen werden, aber ich hoffe, dass sie vielleicht trotzdem noch ein-/zweimal erwähnt werden.

Die Idee hinter der Geschichte finde ich einfach total genial. Es gab kaum etwas, das mich an dem Buch gestört hat. Eigentlich nur, dass während der Kennlernphase kaum etwas interessantes passiert. Das unkonventionelle Ende reißt es aber alles wieder raus.

4 von 5

20. November 2014

10 Bücher, deren Cover zur Jahreszeit Herbst/Winter passen *TTT*

Die Aktion findet auf Steffis Bücher Bloggeria statt und ein Einstig ist jederzeit möglich :)


Heutiges Thema:
10 Bücher, deren Cover zur Jahreszeit Herbst/Winter passen

2. Nashville
3. Gefrorenes Herz (SuB)
5. Wintermärchen in Virgin River
6. Dash & Lilys Winterwunder
8. Tanz auf Glas
9. No & Ich

Thema nächste Woche:
10 Bücher, die anscheinend jeder gelesen hat, nur du nicht


19. November 2014

[Rezension] Biss zum Ende der Nacht



Titel: Biss zum Ende der Nacht
Autor: Stephenie Meyer
Verlag: Carlsen
Genre: Fantasy
Seiten: 800

Einband: Paperback
Preis: 11,99€
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Wenn die einzige Chance auf eine ewige Liebe darin liegt, sich von seinem Liebsten töten zu lassen - hat man dann eine Wahl?

Ein Jahr voller Glück, aber auch voller Schmerz liegt hinter Bella. Ein Jahr, in dem sie fast zerbrochen wäre, weil ihre Leidenschaft für Edward und ihre innige Freundschaft zu Jacob einfach unvereinbar sind. Aber nun ist ihre Entscheidung gefallen. Unwiderruflich. Auch wenn das für alle verheerende Folgen haben könnte.

Am Anfang war ich ein wenig genervt. Bella und Edward heiraten auf den ersten Seiten und als sie dieses ihren Eltern verkünden, freuen die sich anscheinend und haben keine Bedenken. Bella ist 18! Aber okay, die Eltern haben schon damit gerechnet.

Und dann kommt der große Tag und man hat ständig das Gefühl, dass Bella sich nicht freut und das alles eigentlich gar nicht will. Man könnte fast denken, dass sie gezwungen wird. Ja gut, Alice zwingt sie ja auch irgendwie, aber trotzdem hätte Bella sich ein wenig zusammenreißen können. Das waren die anfänglichen Schwierigkeiten, aber dann wurde es um einiges besser.

Ich weiß noch, dass ich beim ersten Mal lesen über den weiteren Verlauf total schockiert war. Was Stephenie Meyer sich da so ausgedacht hat, fand ich echt mutig und ging mir eigentlich ein wenig zu weit. Aber jetzt fand ich das alles gar nicht mehr so schlimm. Liegt wohl daran, dass ich wusste was passiert ;)

Neu ist, dass in diesem Buch auch Jacob seine Geschichte erzählen darf und das nicht nur auf wenigen Seiten. Ihm widmet Stephenie Meyer einen ganzen Abschnitt in dem Buch. Jacob hat wohl in den vier Büchern die größte Entwicklung gemacht. Von dem kleinen, eifersüchtigen Jugendlichen ist nun ein junger Mann geworden, der lernt Verantwortung zu übernehmen.

Das Ende hat mir wohl am besten gefallen. Es war so, wie es in so einer Bücherreihe sein muss. Erst dramatisch und dann wird ja doch wieder alles gut.

Ich habe es tatsächlich durchgezogen und alle "Biss"-Bücher erneut gelesen. Mein Reihenfazit: Gar nicht so schlecht wie der Ruf! Der letzte Teil bietet so einige Überraschungen, manche äußerst ungewöhnlich, andere wieder ein wenig vorhersehbar.

4 von 5


17. November 2014

Neuzugänge im November

Auch wenn ich leider im Moment wenig Zeit zum Bloggen habe - zum Bücher kaufen finde ich komischerweise immer ein paar freie Minuten ;) Naja, meist sind die Bücher ja auch nur wenige Klicks entfernt :D Diese Bücher, sind zuletzt bei mir eingezogen:

1. Tausch:
Ohne Worte :D Okay, doch: Ich konnte nicht anders *jammer*


2. Rezensionsexemplar:
Da komme ich nach einem sehr bescheidenen Arbeitstag nach Hause und finde ein Paket mit einer riesigen Überraschung.
Der Thienemann hat mir einfach mal so "Die unendliche Geschichte", das Lexikon zum Buch und den passenden Notizblock geschickt. Ich muss gestehen, dass ich das Buch und auch den Film bisher nicht kannte, aber das kann ich ja jetzt nachholen.


3. Arvelle:
Nochmal: Ohne Worte :D
(Aber immerhin sind fast drei der Bücher schon gelesen, obwohl das Paket erst letzte Woche Donnerstag hier ankam)


15. November 2014

[Rezension] Biss zum ersten Sonnenstrahl: Das kurze zweite Leben der Bree Tanner



Titel: Biss zum ersten Sonnenstrahl: Das kurze zweite Leben der Bree Tanner
Autor: Stephenie Meyer
Verlag: Carlsen
Genre: Fantasy
Seiten: 208

Einband: Paperback
Preis: 6,99 €
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An ihr erstes Leben kann Bree sich kaum erinnern. Was jetzt zählt, sind ihre übermenschlichen Kräfte und der unstillbare Durst nach Blut - denn Bree ist ein Vampir. Und sie hält sich an die Regeln: Sei wachsam, bleib im Hintergrund, kehre immer vor Sonnenaufgang zurück ins Dunkel.

Doch dann erfährt Bree, dass ihr neues Leben auf einer Lüge beruht. Dass sie Teil eines Spiels ist, dessen Dimensionen sie nicht mal ahnen kann. Und dass sie niemandem trauen kann. Außer - vielleicht - Diego.

Ich rereade ja im Moment die ganze "Biss"-Reihe und habe bisher immer einen Bogen um die Nebengeschichte rund um Bree Tanner gemacht. Doch jetzt habe ich das Buch günstig als Mängelexemplar entdeckt und da dachte ich: "Warum eigentlich nicht?"

Die Geschichte lässt sich eigentlich sehr schnell lesen. Die knapp 200 Seiten sind eigentlich keine große Herausforderungen und das schöne an Stephenie Meyer ist ja, dass ihre Geschichten immer in einem leicht verständlichen Stil geschrieben sind.

Trotzdem war ich von Bree Tanner`s Geschichte ein wenig enttäuscht. Von Bree erfährt man eigentlich nicht viel. Außerdem hatte ich zu Beginn das Gefühl, dass ich irgendetwas verpasst habe. Stephenie Meyer schmeißt den Leser ins kalte Wasser und erklärt nicht, was eigentlich passiert ist. Ich hätte mir gewünscht, dass sie noch weiter vorne anfängt. Wie war Bree Tanner so, bevor sie verwandelt wurde? Was hatte sie für ein Leben?

Die Geschichte an sich, ist ja wirklich nicht schlecht. Besonders als die Cullens dann in dem Buch auftauchen, ist es sehr interessant nun auch mal die andere Seite zu sehen. Was mich aber einfach stört ist, dass Stephenie Meyer die paar Seiten auch ebenso gut in den dritten Teil mit einbauen hätte können.

Für mich hat das Buch eigentlich kaum etwas mit den "Biss"-Bücher zu tun. Ich habe mir Hintergrundinformationen zu einem Vampirneuling gewünscht, aber "Biss zum ersten Sonnenstrahl" ist eine ganz neue Geschichte. Die ist zwar ganz nett, aber sie reißt mich nicht vom Hocker.

3 von 5

3. Biss zum Abendrot
3.5 Biss zum ersten Sonnenstrahl
4. Biss zum Ende der Nacht

8. November 2014

[Rezension] Biss zum Abendrot



Titel: Biss zum Abendrot
Autor: Stephenie Meyer
Verlag: Carlsen
Genre: Fantasy
Seiten: 640

Einband: Taschenbuch
Preis: 10,99 €
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Bellas Leben ist in Gefahr. Seattle wird von einer Reihe rätselhafter Mordfälle erschüttert, ein offensichtlich blutrünstiger Vampir sinnt auf Rache. Und seine Spuren führen zu Bella.

Aber damit nicht genug: Nachdem sie wieder mit Edward zusammen ist, muss sie sich zwischen ihrer Liebe zu ihm und ihrer Freundschaft mit Jacob entscheiden - wohl wissend, dass sie damit den uralten Kampf zwischen Vampiren und Werwölfen neu entfachen könnte ...

Der Tag der Entscheidung rückt immer näher - was wird Bella wählen: Leben oder Tod?

Nachdem mir die ersten beiden Bände auch beim zweiten Mal lesen eigentlich recht gut gefallen haben, wollte ich nun schnell mit Teil 3 weitermachen. An dieses Buch konnte ich mich nämlich kaum noch erinnern. Mag daran liegen, dass ich auch den Film noch nicht gesehen habe ;)

Ein bisschen sehr doll war ich von Bellas Art genervt. Ständig muss sie an Edward kleben und wehe er verheimlicht ihr etwas. In den ersten beiden Büchern habe ich sie anders erlebt. Vielleicht hat Stephenie Meyer sich auch für dieses klettenhafte Verhalten entschieden, da es eigentlich ganz gut zu dem bisher erlebten passt (Ich erinnere: Edward verlässt sie heimlich still und leise). Das ändert aber nichts daran, dass es nervt.

Aber nicht nur Bella verliert einige Sympathiepunkte, auch Jacob verhält sich wie ein kleiner Junge und ist ständig eingeschnappt und am Zanken. Ich kann seine Angst um Bella natürlich verstehen, aber eigentlich war da zwischen den beiden jetzt auch nicht so viel, dass es sein Verhalten begründen würde.

Wenn ich die beiden außer Acht lasse, fand ich die Geschichte aber eigentlich sehr spannend. Man erfährt endlich mehr über die anderen Cullens und auch allgemein über die Verwandlung der Vampire. Die Abschnitte haben mir richtig gut gefallen und man wächst irgendwie noch mehr mit den Cullens zusammen.

Das Ende ist dann auch wieder ganz groß und Stephenie Meyer baut ein paar interessante Aspekte mit ein, die im letzten Teil noch durchaus wichtig sein könnten (ich tue mal so, als wenn ich mich nicht erinnern kann, was da passiert).

Für mich ist "Biss zum Abendrot" das bisher schlechteste Buch der Reihe. Bella und Jacob sind mir ein wenig auf die Nerven gegangen. Auch wenn die Geschichte ansonsten recht spannend war, haben die beiden mir das Buch ein wenig madig gemacht.

3 von 5

3. Biss zum Abendrot
4. Biss zum Ende der Nacht



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