18. September 2014

[Rezension] Alice im Zombieland



Titel: Alice im Zombieland
Autor: Gena Showalter
Verlag: Darkiss
Genre: Fantasy
Seiten: 416

Einband: Hardcover
Preis: 14,99€
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An ihrem 16. Geburtstag sieht Alice "Ali" Bell eine Wolke, die die Form eines weißen Kaninchens hat. Kurz darauf passiert, was Alice nie für möglich gehalten hätte: Ihre Eltern, ihre Schwester und sie werden von Zombies angegriffen. Nur Ali überlebt. Sie zieht zu ihren Großeltern nach Birmingham und fängt an einer neuen Schule an. Um ihre Familie zu rächen, will Ali lernen, Untote zu besiegen. Um zu überleben, muss sie dem undurchsichtigsten Typ an der Asher High vertrauen: Cole Holland weiß, wie man Zombies jagt. Aber er hat selbst Geheimnisse; und es scheint, dass die größten Gefahren dort lauern, wo Ali sie am wenigsten vermutet …

Ich muss sagen, dass der Darkiss Verlag in Sachen Covergestaltung bei mir ganz weit vorne liegt. Das Buch ist so hübsch.

Die Zombies waren mir (ACHTUNG! Platter Wortwitz) zu blass. Nein also ganz im Ernst, ich fand ihre Rolle unspektakulär und nicht gruselig. Auch wenn Gena Showalter mit plumpen Sätzen, wie „Sie fraßen ihre Hirne“ einen gewissen Horroreffekt erstellen wollte, ist das nicht gelungen. Ich konnte mir kein Bild von den Zombies machen und fand, dass sie viel gefährlicher hätten sein können. Wobei andere es vielleicht gut finden, dass hier nicht die typischen Zombies auftreten.

Auch das, was sich Gena Showalter rund um die Zombies ausgedacht hat, fand ich am Anfang total verwirrend. Mir gefällt es zwar sehr, dass sie sich mal etwas ganz anderes ausgedacht hat, allerdings dauert es ein wenig, bis man ganz dahinter gekommen ist.

Ich glaube für mich war auch der Titel ein großes Problem. Ich habe mir mehr Verbindungen zu dem echten „Alice im Wunderland“ vorgestellt und leider haben die beiden Bücher wenn überhaupt, nur sehr, sehr wenig Gemeinsamkeiten. Es gab Ansätze, in denen Gena Showalter geschickt ein paar Abwandlungen platziert, (eine Wolke, die wie ein weißes Kaninchen aussieht, das immerzu grinsende Mädchen „Cat“), aber das war mir einfach zu wenig. Irgendwann habe ich beim Lesen nur noch darauf geachtet, ob da noch eine Gemeinsamkeit zwischen den beiden Büchern vorhanden ist. Der Titel ist schuld daran, dass man ganz hohe Erwartungen hat und man hätte hier wirklich etwas Geniales draus machen können.

Alice war als Hauptprotagonistin „okay“. Sie macht schon eine Entwicklung durch, aber insgesamt war sie mir zu zurückhaltend. Sie hätte viel tougher und schlagfertiger sein müssen, dann hätte ich sie richtig cool gefunden. Da stehlen ihr die anderen Mädels leider die Show.

Die ganzen männlichen Protagonisten (es sind eine Menge) haben sehr unterschiedliche Charaktereigenschaften und so konnte ich sie Gott sei Dank ständig auseinanderhalten. Wobei ich aber durch die Bank alle ein wenig düster und zu cool fand.

Das Buch hat mich schon sehr an eine Mischung aus „Silber“, „Twilight“ und „Chroniken der Unterwelt“ erinnert. Aber wenn ich es direkt mit diesen Reihen vergleicht, war „Alice im Zombieland einfach ein wenig langweiliger.

Leider war mir die, eigentlich sehr nette Geschichte, dann doch ein wenig zu langweilig. Für mich fehlte einfach das Zombieland aus dem Titel. Aus der Idee hätte man viel mehr machen können. So wurden nur viele bekannte Bücher vermischt und fertig ist "Alice im Zombieland". Schade eigentlich.

3 von 5

 1. Alice im Zombieland
2. Rückkehr ins Zombieland
3. The Queen of Zombieland (engl.)


17. September 2014

BuchVerfilmung: Now is Good/Bevor ich sterbe



  • Originaltitel: Now is Good
  • Das Buch erschien im Jahr 2007
  • Erscheinungsjahr des Films: 2012
  • Länge: 103 Minuten
  • Genre: Drama
  • Regie: Ol Parker (u.a. "Best Exotic Marigold Hotel")
  • Darsteller: Dakota Fenning (u.a. "Twilight"), Jeremy Irvine (u.a. "Gefährten"), Paddy Considine (u.a. "Hot Fuzz")




Die 17-jährige Tessa (Dakota Fanning) ist ein lebensbejahender Mensch. Als bei ihr eine unheilbare Krankheit diagnostiziert wird, beschließt sie, jeden Moment ihres Lebens voll auszunutzen. Dafür hat sie eine Liste zusammengestellt: Darauf sind Erfahrungen zu finden, die jeder normale Jugendliche macht und die sie vor ihrem Tod auch erleben möchte. Dazu zählen unter anderem auch das Verlieren ihrer Unschuld und das Experimentieren mit Drogen. Mithilfe ihrer besten Freundin Zoey versucht sie die Dinge auf ihrer Liste in die Tat umzusetzen.

Während ihre Eltern und ihr jüngerer Bruder Cal lernen müssen, mit der Krankheit umzugehen, erlebt Tessa ein vollkommen neues Leben, in dem sie jeden Moment genießt. Sich in den Nachbarsjungen Adam (Jeremy Irvine) zu verlieben, stand eigentlich nicht auf der Liste, stellt sich jedoch als die aufregendste Erfahrung ihres kurzen Daseins heraus...


Adam: "Hat sie dir wehgetan?"
Tessa: "Nein, umgekehrt. Hab ihre Faust mit meinem Kinn erwischt und dann voll ihr Knie mit meiner Nase."
Adam: "Du musst aufpassen."
Tessa: "Nein, muss ich nicht. Das ist das Gute."


Wieso nur habe ich nicht gewusst, dass eine Verfilmung von Jenny Downhams "Bevor ich sterbe" exzistiert? Danke an Hannah, auf ihrem Blog habe ich den Hinweis zu "Now is Good" gesehen.

Dakota Fenning ist die ideale Besetzung für die unheilbar kranke Tessa. Rein vom Äußerlichen nehme ich ihr schon eine schwere Krankheit ab, aber sie schafft es auch gleichzeitig diese freche und lebensfrohe Art rüberzubringen. Man sitzt also nicht die ganze Zeit vor dem Bildschirm und bemittleidet Tessa.

Wie im Buch, ist das Hauptaugenmerk auch im Film auf der Liste, die Tessa vor ihrem Tod noch unbedingt abarbeiten will. Einige Dinge aus dem Buch wurden hier zwar weggelassen, aber das fand ich nicht weiter dramatisch und ist mir eigentlich auch erst jetzt im Nachhinein aufgefallen.

Überrascht hat mich Adam, den ich nicht so charismatisch in Erinnerung hatte. Mir hat es gefallen, dass er etwas präsenter war als im Buch. Und auch hier finde ich, dass Jeremy Irvine die ideale Besetzung war. Tessa und er sehen gut zusammen aus ;)

Das schlimme bei solchen Filmen ist ja nun mal, dass man es nicht schafft, ihn ohne Tränchen zu vergießen, zu Ende zu gucken. Ich finde sogar den Film noch emotionaler als das Buch.

"Now is Good" ist zwar keine 1:1 Verfilmung, aber trotzdem haben mich Tessas Art, ihre Familie und die Geschichte zutiefst berührt.

5 von 5


14. September 2014

[Rezension] Die Flammende (Band 2)



Titel: Die Flammende
Autor: Kristin Cashore
Verlag: Carlsen
Genre: Fantasy
Seiten: 512

Einband: Paperback
Preis: 9,99€
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Wer das Mädchen mit den Haaren wie Feuer einmal gesehen hat, wird es nie wieder vergessen: Fire übt eine unwiderstehliche Macht auf alle Lebewesen in ihrer Nähe aus. Sie kann in die Gedanken anderer Menschen eindringen. Nur nicht in die von Prinz Brigan. Wer ist dieser unnahbare Feldherr und welche Rolle spielt er im Kampf um den Thron?

Um Fire herum entspinnt sich ein Netz aus Verschwörungen. Und obwohl sich ihr Innerstes dagegen sträubt, kommt sie dem Prinzen immer näher.

Ich war ja sehr gespannt, ob der zweite Teil der Trilogie an "Die Beschenkte" herankommt. Band 1 hat mich nämlich vor allem deswegen begeistert, weil die Geschichte so ganz anders war, als bisher gelesene. Naja, das Konzept ist ja jetzt bekannt und ich hoffte, dass Kristin Cashore mich mit neuen Ideen fesseln kann.

Wie auch im ersten Band, fand ich wieder die Mischung aus historischem und fantastischen sehr gelungen. Kristin Cashore hat es wieder geschafft ihre eigene Geschichte zu erzählen und nicht auf bekannte Klischees zurückzugreifen.

Das beginnt schon bei den Charakteren. Fire ist ein komplexer Charakter, den ich aber sehr mochte. Sie hat diese kleinen Unsicherheiten und trotzdem wächst sie über sich hinaus. Interessant fand ich die Passagen, in denen Kristin Cashore von Fires Kindheit berichtet. Meiner Meinung nach, hätte ihre Gabe noch viel größer sein müssen und somit auch mehr im Vordergrund sein können.

Prinz Brigan war leider kaum vorhanden, da er ständig zu Schlachten aufgebrochen ist. Somit ist eine Liebesgeschichte auch kaum vorhanden. Das wurde aber so aus dem ersten Teil übernommen und für mich nichts neues.

Für mich ist irgendwie ein Minuspunkt, dass "Die Flammende" scheinbar nichts mit dem ersten Teil "Die Beschenkte" zu tun hat. Also die Geschichten spielen in der selben Region und es geht um außergewöhnliche Fähigkeiten, aber mir fehlten die Protagonisten aus Band 1 total. Ich hatte auf ein Wiedersehen gehofft. Ich meine, dafür sind Trilogien doch da. Sonst kann man die Bücher auch einzeln herausbringen.  (Nebenbei: Kann mir jemand sagen, ob sich das in Band 3 ändert?)

Auch wenn ich "Die Flammende" ein klein wenig schwächer fand als "Die Beschenkte", war die Geschichte dennoch unterhaltsam und wieder ein wenig anders. Schade fand ich einfach, dass mir der Bezug zum ersten Teil fehlte. Auf einen Auftritt von Katsa und Bo habe ich die ganze Zeit gewartet.

4 von 5

2. Die Flammende
3. Die Königliche


11. September 2014

10 Bücher, die ich niemals empfehlen würde *TTT*


Die Aktion findet auf Steffis Bücher Bloggeria statt und ein Einstig ist jederzeit möglich :)

Heutiges Thema:
10 Bücher, die ich niemals empfehlen würde
Ich habe meine Auswahl mit 1 bis 2 Worten begründet, aber
wenn ihr näheres erfahren wollt, lest am besten die Rezension (wenn vorhanden).

1. Dämonentochter 1
2. Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand
3. Feuerherz
4. Dash und Lilys Winterwunder
5. Tanz auf Glas
6. Teardrop (kommt noch)
7. Daughter of Smoke and Bone
8. Und der Preis ist dein Leben
9. No & ich
10. Dahin ist aller Glanz



Thema nächste Woche:
Nenne 10 Quellen, bei denen du dich über Bücher informierst
(bitte keine Nennung von Blogs, sondern Plattformen, FB Gruppen, Verlage, Booktuber, Zeitschriften etc.)


6. September 2014

Monatsrückblick August 2014


Wie eben schon bei den Neuzugängen erwähnt, komme ich gerade aus dem Urlaub, daher gibt es den Monatsrückblick ein wenig später, als sonst.

Highlight im August: "Das Schweigen des Glücks"
Überraschung im August: "Biss zum Morgengrauen"
Flop im August: "Dahin ist aller Glanz"
Enttäuschung im August: "Alice im Zombieland"


♥♥♥♥♥
Biss zur Mittagsstunde
Throne of Glass 2
Bluthexe
Du. Wirst. Vergessen.
Ein Song für Julia
Das Schweigen des Glücks

♥♥♥♥
Biss zum Morgengrauen
Amy on the summer road

♥♥♥
Pretty - Erkenne dein Gesicht
Geschickt eingefädelt
Emily Lives Loudly
Das Labyrinth erwacht
Alice im Zombieland
Mein Sommer nebenan

♥♥
Dahin ist aller Glanz
Godspeed 1


In Zahlen:
  • Gelesen: 16
  • Gekauft: 6
  • Getauscht: 1
  • Rezensionsexemplare: 4

  • Gelesene Seiten: 7.592
  • Gelesene Seiten am Tag: 244,90
  • Ø-Bewertung: 3,8 ✿
  • Aktueller SuB: 69 (Vormonat: 67 - Jahresanfang: 81)

Im September möchte ich lesen:




Neuzugänge



Hallo ihr Lieben,

ich melde mich frisch aus dem Urlaub und was gibt es schöneres, als dann gleich neue Bücher präsentieren zu können :)


1. Tausch:
Auf tauschticket.de habe ich wieder so einige Schätzchen ergattern können.

"Wired" ist der Abschluss einer Science-Fiction-Trilogie und auch wenn ich erst Teil 1 gelesen habe, bin ich sicher, dass mir das Buch gefallen wird. 

Kristan Higgins und Simone Elkeles sind immer gut für zwischendurch.

Auf "Kinder des Nebels" bin ich schon sehr gespannt, weil ich aus dem Genre ja eigentlich keine Bücher lese, aber alle schwärmen so von dem Buch. Ich will es mal ausprobieren.

"Trust in me" und "Wenn du mich küsst, dreht die Welt sich langsamer" sind auch so Bücher zum Abschalten :)



2. Kauf:

Ehrlich gesagt, habe ich die Bücher nur gekauft, weil ich unbedingt Bücher kaufen wollte. Einzig "Gelöscht" stand auf meinem Wunschzettel. Von den anderen beiden lasse ich mich einfach mal überraschen :D



2. September 2014

BuchVerfilmung: Die Outsider



  • Originaltitel: The Outsiders
  • Das Buch erschien 1967
  • Erscheinungsjahr des Films: 1983
  • Länge: 87 Minuten
  • Genre: Drama
  • Regie: Francis Ford Copolla (u.a. "Der Pate")
  • Darsteller: Matt Dillon (u.a. "Ich, Du und der Andere"), Ralph Macchio (u.a. "Karate Kid"), C. Thomas Howell (u.a. "E.T."), Patrick Swayze (u.a. "Dirty Dancing"), Rob Lowe (u.a. "Thank you for smoking"), Emilio Estevez (u.a. "Mission: Impossible"), Tom Cruise (u.a. "Oblivion")



Tulsa, Oklahoma. Darrel, Sodapop und Ponyboy wohnen in der Eastside. Sie sind "Greaser", wegen der Pomade im Haar.

In der Westside der Stadt leben die "Socs", die Kinder der Reichen. Immer wieder kommt es zu Kämpfen zwischen den beiden rivalisierenden Gruppen. Bei einer dieser sinnlosen Auseinandersetzungen gibt es plötzlich einen Toten...

"Die Outsider" gehört ja zu meinem liebsten Jugendbuch und so hatte ich ein wenig Angst vor der Verfilmung.

Man muss sich nur die Besetzungsliste durchlesen und man sieht sofort, wie hochkarätig der Film eigentlich besetzt war. Nur war "Die Outsider" bei den meisten der erste Schritt ins Filmgeschäft.

Was ich wirklich toll fand, dass teilweise ganze Dialoge 1:1 aus dem Buch übernommen wurden. Sowas liebe ich ja total. Aber auch, dass ich beim Lesen genau die Bilder im Kopf hatte, die Francis Ford Copolla letztendlich auf die Leinwand gebracht hat, fand ich wahnsinnig toll. Das macht für mich eine perfekte Buchverfilmung aus. Vielleicht liegt das aber auch daran, dass die Autorin Susan E. Hinton immer eng mit dem Filmteam zusammengearbeitet hat.

Trotzdem wurden wieder ein paar Sachen aus dem Film entfernt und ich finde, dass die brüderliche Beziehung zwischen den Greasers nicht richtig rüber kam. In dem Buch ist vor allem Ponyboy die zentrale Figur. In dem Film geht ein wenig verloren, dass Ponyboy eigentlich recht sensibel ist und auch echt etwas auf dem Kasten hat.

Ich fand "Die Outsider" trotzdem unterhaltsam und der Film zeigt, wie das Buch, wie wichtig Freundschaft und Familie ist. Der Film ist spannend und manchmal auch ein klein wenig heftig. Obwohl die Greasers keine ordentlichen Jungs sind, mag man sie. Das schiebe ich vor allem wieder auf den Zusammenhalt zwischen der Gruppe.

"Die Outsider" ist eine der besseren Buchverfilmung mit Starbesetzung. Auch wenn - wie üblich - viel gekürzt wurde, geht die Grundaussage der Geschichte nicht verloren.


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